Radtour am Bodensee im August 2017

Ein Beitrag von Norbert Müller.

Der Bodensee, auch Schwäbisches Meer genannt, ist der größte, deutsche See. Anrainer sind Deutschland, Österreich und die Schweiz. Er hat große Bedeutung für die Wasserversorgung von St. Gallen und den Großraum Stuttgart. Das Hauptbecken ist der Obersee (Bregenz bis Konstanz-Meersburg. Der westliche Teil des Bodensees wird durch den Bodanrücken in den Überlinger See und den Untersee (mit Gnadensee und Zeller See) geteilt. Im Überlinger See liegt die Insel Mainau, im Untersee die Gemüseinsel Reichenau. Das milde Klima des Bodenseegebietes begünstigt den Wein- und Obstanbau. Früher war der Bodensee auch reich an Fischen. Das hat sich aber geändert. Der Rhein, der den Bodensee speist ist zu sauber geworden und führt zu wenig Nährstoffe mit sich. Der Bodensee liegt in einer alten Kulturlandschaft aus der Steinzeit und Bronzezeit. Am bekanntesten sind wohl die Pfahlbauten bei Unteruhldingen.

Start und Ziel unserer Tagestouren (jeweils um die 50 km) war unser Hotel in Konstanz. Konstanz  – “das Tor zur Schweiz” – ist die größte Stadt am Bodensee und wurde bereits im Jahr 525 urkundlich erwähnt. Berühmt wurde es durch das 16. Reform-Konzil von 1414 bis 1418. Auf unseren Touren besuchten wir  die Insel Reichenau, die Städte Radolfzell, Stein am Rhein, Schaffhausen, Überlingen, Ludwigshafen, Meersburg, Romanshorn und Friedrichshafen. Für den radfreien Rückweg von Schaffhausen nach Konstanz gönnten wir uns eine ausgedehnte Schiffsreise auf dem Rhein.

Entgegen der schwankenden Wetterprognosen hatten wir nur bestes Sommerwetter. Wenn sich die Radwege vom Wasser entfernen, nimmt die Zahl der “Hügeli und Bergli” zu. Das Abschluss-Essen im Restaurant der Bodensee-Therme endete dann noch mit einem (angekündigten) Gewitter.

Wir konnten zum ersten mal den “neuen” Olympiabus für Personen und Radtransport nutzen! Mit den An- und Rückreisetagen hatten wir Glück, der Verkehr hielt sich in Grenzen.

Ergänzung von KJ Staub.

Die aktuelle politische Lage in der Europäischen Union hat uns angeregt, etwas zu tun um auf die schwierige Situation in Europa aufmerksam zu machen. So haben wir an unseren Rädern Europaflaggen angebracht und somit kundgetan, dass wir der Europäischen Union den Vorrang vor den wieder entstehenden egoistischen und nationalen  Kleinstaaten  in Europa einräumen. Die Maßnahme wurde verstanden und wiederholt durch die Bevölkerung begrüßt.

Der „Südkurier“  hat in der Ausgabe am 17.08. 2017 mit einem kleinen Artikel von Claudia Wagner auf die Aktion aufmerksam gemacht.
Bilder von Werner Schiffmann.

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