Spvgg Olympia Kassel – TSV Oberzwehren Kassel 4:0 (0:0)

Quelle: FuPa

In einer spannenden Relegationsrunde zur KOL Kassel setzte sich am Nachmittag die SpVgg. Olympia 1914 Kassel als erster Aufsteiger durch. Da der KSV Baunatal nach dem Abstieg seiner zweiten Mannschaft aus der Gruppenliga keine Reservemannschaft für die kommende Spielzeit meldete, steigt der Tabellenzweite der Relegation, Anadolu Spor Baunatal, ebenfalls in die KOL auf.
Zum entscheidenden Spiel um den Aufstieg, Anadolu Spor war aufgrund eines 2:0-Sieges gegen Olympia bereits „durch“, gab es im Vorfeld der Begegnung reichlich Gesprächsstoff sowohl unter den Beteiligten als auch unter den zahlreichen Zuschauern.

Klassenleiter Günther Schneider klärte die Situation vor Spielbeginn aber auf und informierte beide Teams über den Stand der Dinge. Letztendlich für viele wenig schlüssig, aber aufgrund der offiziellen Aussage des Kreisfussballwartes klar: „Olympia reicht ein 1:0-Sieg, Oberzwehren ein Remis, um nächstes Jahr in der KOL zu spielen,“ so die klärende Aussage des Mannes, der es ja wissen musste.

Nachdem dieser Punkt geklärt war, konnte die Partie mit Endspielcharakter von Referee Christian Sinning aus Ihringshausen angepfiffen werden. Eine Partie, die zunächst wenig fußballerische Klasse bot, aber situationsbedingt von der Spannung lebte. Für die Hausherren war der Auftrag klar, primär galt zunächst erstmal die Verhinderung eines Gegentors. Da die Gäste ähnliche Gedanken hegten, neutralisierten sich beide Kontrahenten in der Anfangsphase der Begegnung. Gelegentliche Vorstöße blieben beiderseits ebenso zaghaft wie Mangelware. Zum Ende der ersten Spielhälfte kamen die Gastgeber dann aber langsam auf Touren, vergaben aber wie schon am Mittwoch bei Anadolu Spor Baunatal gute Möglichkeiten zur Führung. Wobei sich Gästekeeper Christian Köhler aber auch als Fels in der Brandung erwies und sein Team vorerst noch im Spiel hielt.

Im zweiten Durchgang stellte die Gerland-Elf mehr auf Sicherheit, wohlwissend, das ein Remis am Ende reichen würde. Die Heisebacher ließen die Kleeblätter anlaufen und setzten immer wieder gefährliche Konter, die besonders durch Routinier Eike Rothauge durchaus zum Erfolg hätten führen können. Die aufopferungsvolle Abwehrarbeit kostete dem (Noch-)Kreisoberligisten jedoch mit zunehmender Spielzeit viel Kraft. Kraft, über die die Heimelf offenbar verfügte.
Denn angetrieben vom stark aufspielenden Nico Hanack drückten die Hausherren ihren Gast aus der Nachbarschaft immer mehr in die Defensive, so dass ein Torerfolg nur eine Frage der Zeit schien. Dennoch dauerte es bis zur 74. Minute, ehe der zwölf Minuten zuvor eingewechselte Sebastian „Sebi“ Rother, im Hauptberuf Torjäger der Reserve, mit einem herrlichen Schuss ins Kreuzeck die vielumjubelte und längst fällige Führung für die Kleeblätter erzielte.
Nur sechs Minuten später wollte Moritz Köhler, der zuletzt unter Ladehemmung leidende Goalgetter der Olympianer, seinem Mannschaftskamerad nicht nachstehen und traf ebenso herrlich per Freistoß zum vorentscheidenden 2:0. Ein Rückstand, dem die zunehmend abbauenden Gäste nichts mehr entgegenzusetzen hatten. Zwar erzielten die Gerland-Schützlinge fast postwendend einen vermeintlichen Anschlusstreffer, der wurde aber wegen Abseitsstellung vom souverän leitenden Unparteiischen nicht anerkannt. In der allgemeinen Hektik musste dann auch noch Lauris Piepenbring vorzeitig zum Duschen, was die Chancen der „Zwehrener“ nicht wirklich verbesserte.
In Überzahl machten dann erneut Sebastian Rother in der 85. und Nico Hanack mit seinem Treffer in der Nachspielzeit den Deckel drauf.

Am Ende sahen die 400 Zuschauer eine in der zweiten Spielhälfte unterhaltsame Begegnung zweier Ortsnachbarn, wobei sich die Gastgeber schließlich mit 4:0, vielleicht um ein Tor zu hoch, aber allemal verdient, durchsetzen konnten. Nach fünf Jahren in der Kreisliga A kehren die Männer um Trainer Stefan Böcking nun wieder in die KOL zurück. Im Schlepptau KLA1-Vizemeister Anadoluspor Baunatal, während KOL-„Dino“ TSV Oberzwehren den bitteren Gang in die Kreisliga A antreten muss.

Quelle: FuPa

Erläuterung zu o.a. Spielbericht. (12.06.2018)

Entgegen der Meldung, dass der TSV Oberzwehren nach der 0:4-Niederlage bei Olympia Kassel aufgrund des schlechteren Torverhältnisses gegenüber den Baunatalern den Gang in die Kreisliga A antreten muss, fällt die Entscheidung hinsichtlich des zweiten zu vergebenen KOL-Platzes zu Gunsten der Heisebacher. Die Gerland-Elf siegte zum Relegationsauftakt mit 1:0 gegen Anadolu Spor und entschied somit den direkten Vergleich zu ihren Gunsten.
Geht es nach den Durchführungsbestimmungen für die Relegation, die für alle Spielklassen innerhalb des Hessischen Fußball-Verbandes (HFV) gelten, heißt es wörtlich:
„Sollten mehrere Mannschaften aufstiegsberechtigt sein, werden die Platzierungen durch wiederholte Anwendung der Bestimmungen des § 32a Nr. 3 Buchstaben a) und b) Spielordnung ermittelt. (Beispiel: bei 3er Gruppe mit 3 punktgleichen Mannschaften 1. Aufsteiger aus Torverhältnis der Tabelle; zweiter Aufsteiger durch direkten Vergleich)“
Was den neutralen Beobachter verunsichert und schwer nachvollziehbar ist, ist der Umstand, dass bei Punktgleichheit aller Teams für Platz eins der Tabelle das Torverhältnis gilt, für Platz zwei aber der direkte Vergleich zwischen Zweit- und Drittplatziertem relevant ist. Für Verwirrung sorgte zudem auch die Tatsache, dass die drei beteiligten Vereine keine konkrete Information ob dieser Regelung besaßen, zumal der KSV Baunatal bis zum Start der Relegationsrunde auch noch kein Statement hinsichtlich einer Meldung ihrer Reservemannschaft für die KOL herausgab. Dieser Umstand hat das Procedere letztlich zusätzlich kompliziert.

Quelle: FuPa

 

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.olympia1914.de/1-mannschaft/spvgg-olympia-kassel-tsv-oberzwehren-kassel-40-00/